Rainbow Beach + K‘Gari (19.-23.4)

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Australien

K’Gari war wirklich mein absolutes Highlight!

Aber fangen wir ganz vorne an, am 19.4 bin ich von Noosa zum Rainbow Beach gefahren. Angekommen bin ich am späten Nachmittag und nachdem ich eingecheckt war, ging es für mich erst mal in den Bottle Shop, um etwas Alkohol für K’Gari zu kaufen. Nachdem ich das getan habe, habe ich meine beiden Roommates kennen gelernt. (Sie kamen aus Irland und waren sehr schlecht zu verstehen.) am Abend kam noch eine weitere in unser Zimmer und das war die Liebe Beverly. Mit ihr habe ich mich direkt gut verstanden. Alle drei waren auch auf meiner K‘Gari Tour.

Ich habe mir abends noch den Sonnenuntergang angeguckt (ist ja klar) Auf dem Weg zurück zum Hostel habe ich doch glatt einen Spar entdeckt und dann habe ich mich ja fast wie zu Hause gefühlt. Als ich im Bottle Shop nebenan auch noch ein Oettinger entdeckt hab, wars um mich geschehen. Zuhause würde ich das ja niemals trinken, aber ein schlechtes deutsches Bier ist immer noch besser als ein australisches Bier (Danke Papa für dieses tolle Zitat). Also hab ich mir das noch gegönnt und dann ging’s auch schon direkt ins Bett.

Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 7:00 Uhr fertig sein, aber ich war auch hier wieder super früh wach, und zwar um 5:30 Uhr…. weswegen ich noch mit Mama und Papa telefoniert habe. Auf K’Gari habe ich nämlich gar keinen Empfang, was bedeutet, dass sie 3 Tage nichts von mir hören würden. 🙁 (Also wie sie das haben, weißt ich ja auch nicht)

Unsere Tour war so aufgebaut, dass es vier Autos gab, in dem jeweils acht Leute saßen und alle Autos waren voll. Beverly und ich waren zusammen im „nicht Fahrer“ Auto, da wir alle zu jung waren oder keinen Führerschein hatten.

So haben wir auch direkt mehr Leute kennen gelernt. Einer dieser Leute war Sam, welcher aus England kam, und er hat die Konversationen in unserem Auto mit der Frage „Welches Tier könntet ihr mit euren bloßen Händen töten?“ angefangen und uns daraufhin erklärt, dass er ein Pferd töten könnte. Toller erster Eindruck! Nein aber ohne Witz, unsere Gruppe war wirklich super super cool drauf und Kevin unser Gruppenleiter war auch eine supercoole Socke.

Zuerst sind wir mit einer Fähre auf die Insel gefahren und zum Lake McKenzie. Der Lake McKenzie ist der klarste See in Australien und er ist so klar, dass keine Lebewesen hier leben können. Nachdem wir da alle mal ins Wasser gehüpft sind, gab es Mittagessen. Und im generellen sind wir am ersten Tag einfach viel rumgefahren und haben uns die Insel angeguckt. Sehr sehr cool auf dem Sand zu fahren mit einem 4WD.

Aber erstmal zu K’Gari bzw. Fraser Island, wie es die blöden Engländer genannt haben. Im letzten Jahr hat die Insel aber ihren richtigen Namen wiederbekommen. Yuhu! K’Gari ist die größte Sandinsel der Welt und auf ihr leben nur um die 200 Leute.

Ebenfalls ist K’Gari der einzige Platz, wo man zu 100% reine Dingos sehen kann. Alle Dingos auf dem Festland wurden irgendwann schonmal mit Hunden gekreuzt.

Am Strand haben wir bereits die ersten Dinos gesehen und die Dingo Vorsichtsmaßnahmen waren wirklich super interessant. Zum Beispiel durfte man auf der ganzen Insel nicht rennen oder sich bücken, da Dingo sich so angegriffen fühlen könnten. Ebenfalls sollte man nicht alleine unterwegs sein. Also immer mindestens zu zweit und zu jederzeit ein Dingo-stick mit sich führen wirklich sehr sehr interessant. Auch ein interessanter Fakt: Dingos beißen am liebsten in weibliche Pobäckchen.

Mittagessen gab es dann an der „Central Station“ Gegen 15:00 Uhr sind wir dann zu unserem Camp gefahren.

Hier hieß es dann erst mal einrichten, sich ein Partner suchen, mit dem man im Zelt schlafen will (ich habe mir ein Zelt mit Beverly geteilt), Bett beziehen und so weiter. Wir haben auf dünnen Matratzen geschlafen und haben alle einen Schlafsack und Kissen gestellt bekommen. Um ungefähr 18 Uhr gab’s dann Abendessen und Kevin hat es auch extra „6ish“ genannt, da er in vergangenen Touren schon öfter mal von Deutschen angemotzt wurde, wenn es nicht pünktlich um um 6 Uhr essen gab.

Das Essen war erstaunlich lecker! Und nach dem spülen wurde dann natürlich Alkohol konsumiert und den ganzen Engländern wurden ein paar deutsche Trinkspiel beigebracht. Super lustig.

Während wir im Trockenen saßen unter unserem Camp-Dach, hat es wirklich in Strömen geregnet. Generell kann man sagen, dass wir die ganze Zeit richtig Glück hatten, denn es nur abends beziehungsweise in der Nacht geregnet hat. Wenn wir unterwegs waren, war das Wetter super beziehungsweise gut.

Um 10 Uhr soll Ruhe im Camp sein. Dafür sind wir dann aber ins Rave Cage gegangen, einfach nur ein verlassener Schuppen, wo eine Musikbox stand. Klingt definitiv cooler als es war… Natürlich habe ich mit voller Verantwortung den Dingo Stick getragen und meine Mitmenschen von Dingos beschützt, naja, um unseren Campingplatz war ein Zaun, welcher Dingo davon abhielt, diesen zu betreten. Im Rave Cage regnete es dann erst mal Schlangen, also eine Schlange die von der Decke gefallen kam.

Im Rave Cage haben wir dann aber erst mal noch länger gefeiert (bis irgendwann die Iren die Musik übernommen haben, dann war vorbei) und irgendwann um 12:30 Uhr ging es dann auch ins Bett da um 7:00 Uhr morgens Frühstück anstand.

Am nächsten Morgen sind wir pünktlich aufgestanden und haben gefrühstückt. Während des Frühstücks haben wir zwei Varane auf unserem Dach gesehen und Kevin hat uns erzählt, dass diese Varane hier leben und man extrem darauf aufpassen muss, dass man nicht plötzlich so ein Tier im Zelt hat.

Dann ging es weiter zu einem Lake Boomanjin, welcher durch Tee-Bäume gelb/braun gefärbt ist. Also eigentlich ist das alles nur Tee in dem wir gebadet haben.

Heute saßen Beverly, Sam und ich hinten am Auto. Also auf dem unbeliebtesten Plätze, da es super super eng ist. Unser Mittagessen haben wir im Camp gegessen und danach ging es auch schon weiter zu den Indian Heads. Hier gab es dann eine kleine Geschichtsstunde, die aber wirklich extrem wichtig ist. Deswegen erkläre ich euch das jetzt auch nochmal.

Wie oben schon erwähnt, hat K’Gari seit vergangenem Jahr endlich seinen richtigen Namen wieder. Der Name „Fraser Island“ hat nämlich der britische Kapitän James Fraser der Insel gegeben. Den eigentlichen Name K’Gari (K ist stumm, ‚Garri‘) haben nämlich die einheimischen Butchulla people der Insel gegeben.

Kevin erklärte uns, dass der Name ‚Indian Heads‘ durch eine grausame Szene, die sich an dieser Klippe abgespielt hat, erstanden ist. Als das britische Schiff, Anfang 1800, an der Küste von K’Gari gekentert ist haben die Briten die Einheimischen ausgenutzt und sie in einer Reihe aufgestellt und einen nach dem anderen abgeschossen. Dadurch wurde die Bevölkerung der Butchulla people von Tausenden auf nur 300 verkleinert. Vermutet wird auch, dass das der Grund ist, warum es so viele Haie an der Küste von K’Gari gibt. Während Kevin uns das erzählt hat, musste er sich ein paar Tränen verdrücken. So wie viele aus der Gruppe.

Nach dieser Geschichtsstunde ging es dann zu den Champagne Pools, der eine Punkt, wo man in K’Gari quasi ins Meer gehen kann, da diese durch Steine vom offenen Meer abgetrennt sind. Hier sind wir auch alle dann mal ins Wasser gesprungen oder zumindest der Großteil und das Wasser war erstaunlich angenehm. Die Aussicht war auch wunderschön, aber es war super super windig dann ging es auch schon wieder zurück, da es schon 16 Uhr war. Über den Strand und den Sand mit voller Kraft beziehungsweise 80-100Km/h ist wirklich eine sehr gruselige Erfahrung. Generell über diese Insel fahren war eine sehr interessante Sache da man jeden Hubbel gespürt hat und man trotzdem immer recht schnell fahren muss, um vernünftig über den Sand zu kommen.

Dann wieder angekommen haben wir also um halb sechs schon angefangen zu trinken, da es geregnet hat. Schade! Das Essen heute war wirklich super super lecker. Es gab nämlich asiatische Nudeln mit Mais Tofu und sämtliche Gemüsearten und Knoblauchbrot super geil.

Heute Abend hat es so in Strömen geregnet, dass wir keine andere Wahl hatten, außer auf Toilette zu rennen (die Toilette war ein 5 Minuten Fußweg entfernt) und Karten zu spielen. Ebenfalls waren wir heute alleine im Camp. Normalerweise können immer zwei Gruppen im Camp sein aber da wir alleine waren, konnten wir auch nach zehn Uhr noch laut sein und im Camp feiern. Das wurde natürlich auch gemacht und es wurden Kartentricks rausgeholt. Schlager, Partymusik, alles Mögliche, es war wirklich super super cool. Beverley und ich haben noch einen anderen deutschen kennen gelernt und mit dem haben wir letztendlich auch bis 1Uhr noch gequatscht, obwohl wir beide um 6:00 Uhr aufstehen mussten wegen Küchendienst. Die Motivation war groß. Wir haben’s aber geschafft mit nur 4 1/2 Stunden Schlaf…

Also startete unser Tag mit dem Küchendienst und danach damit zusammen zu packen. Heute stand eigentlich noch Eli Creek an, aber da es super windig war, wusste Kevin nicht ob das alles funktioniert. Ebenfalls kamen wir erst mal nicht weg, da die Flut zu stark war und zu weit. Die Sonne hat aber geschienen und es war warm und schön. Es stand ein großer Sturm für den Tag danach an. Gut, dass wir also heute von der Insel runterkamen. Gegen 10:30 Uhr hat Kevin dann das okay gegeben, dass wir uns jetzt so schnell wie möglich auf den Weg machen und dann zu den Shipwrecks und Eli Creek fahren. Da wir aber nicht mehr zurückkommen würden, konnten wir leider nicht mit Ringen und Luftmatratzen durch den Fluss schwimmen, stattdessen sind wir nur durchgelaufen, aber auch das war wunderwunderschön und total toll. Hier hatten wir auch noch mal ungefähr 1 Stunde und während wir durch Eli Creek gelaufen sind, entdeckten wir noch drei Dingos, die etwas trinken wollten. Einer von denen hatte er auch einen Tracker am Hals was bedeutete, dass er schon mal negativ aufgefallen ist und nun getrackt wird, also noch weiter von fernhalten ist normalerweise. Gegen 2 Uhr haben wir dann noch ein paar Fotos von den Autos gemacht, wie sich das gehört, und dann ging es auch schon mit der Fähre wieder zurück zum Rainbow Beach. Zurück am Rainbow Beach waren wir dann gegen 3 Uhr und dann hieß es tschüss sagen. Viele sind bereits am Abend weitergefahren. Ich hatte noch eine Nacht am Rainbow Beach.

Kevin hat bei unserem tschüss sagen ein paar Tonne Worte gefunden und die sind wieder die Tränen gekommen. Kevin war so ein toller Tourguide obwohl er auch einen Menschen hätte töten können. An dem Abend habe ich nicht mehr viel gemacht. Ich habe mich nämlich einfach auf ein vernünftiges Bett gefreut und viel Schlaf.

Heute hatte ich noch bis circa 2 Uhr am Rainbow Beach und dann ging es weiter zum Airlie Beach. Eine 15 Stunden Busfahrt. Spaßig! Also habe ich morgens erst mal mich in ein Café gesetzt und einen richtig leckeren Muffin gegessen und einen guten Kaffee getrunken. Danach habe ich beim Spar noch ein paar Snacks und Ähnliches für die Fahrt geholt und sonst einfach nur gechillt.

Um zwei habe ich also den Bus genommen, welcher über die Nacht fährt und dann gegen 6 Uhr morgens sollte ich am Airlie Beach sein. Ihr könnt euch vorstellen, wie glücklich ich über diese Busfahrt war. Glücklicherweise war aber der Bus extrem leer und der Platz neben mir frei. Somit konnte ich mich also etwas mehr ausstrecken und auch viel schlafen, auch wenn ich dann Rückenschmerzen hatte. Nach 6 Stunden Busfahrt hatte ich leider schon mein Liter Wasser ausgetrunken, deswegen nicht mehr an einer Tankstelle während der Pause noch etwas zu trinken holen musste. Nervig.

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